Sonntag, 30. April 2017

Friedrich Spielhagen - Angela

Friedrich Spielhagen - Angela



Der siebente Spielhagen als ePub bei ngiyaw eBooks

Angela

Nach der Ausgabe: Friedrich Spielhagen, Angela, Roman, Verlag von W. Staackmann, Leipzig, 1886
Das ePub stammt von brucewelch

Samstag, 29. April 2017

Friedrich Spielhagen - Was die Schwalbe sang

Friedrich Spielhagen - Was die Schwalbe sang


Der sechste Spielhagen als ePub bei ngiyaw eBooks

Was die Schwalbe sang

Aus: Die Gartenlaube, Heft 31-52, Herausgeber Ernst Keil, Verlag von Ernst Keil, Leipzig, 1872
Der Text wurde in der deutschsprachigen Wikisource erstellt und korrekturgelesen, das ePub stammt von brucewelch

Freitag, 28. April 2017

Victor-Joseph Étienne de Jouy - Sappho, oder die Lesbierinnen

Victor-Joseph Étienne de Jouy - Sappho, oder die Lesbierinnen


Bei ngiyaw eBooks als PDF unter Lesetipp als eText

Nach der Ausgabe: E. Jouy, Sappho oder die Lesbierinnen, Aus dem Französischen von Balduin Alexander Möllhausen, Radierungen von Otto Schoff, Fritz Gurlitt Verlag, Berlin

Friedrich Spielhagen - Allzeit voran

Friedrich Spielhagen - Allzeit voran



Die Friedrich Spielhagen-Tage bei ngiyaw eBooks 
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Nach der Ausgabe. Friedrich Spielhagen, Allzeit voran, Verlag von L. Staackmann, Leipzig, 1875

Donnerstag, 27. April 2017

Friedrich Spielhagen - In Reih' und Glied

Friedrich Spielhagen - In Reih' und Glied



Die Friedrich Spielhagen-Tage bei ngiyaw eBooks 
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Nach der Ausgabe. Friedrich Spielhagen, In Reih' und Glied, Verlag von L. Staackmann, Leipzig, Sechste Auflage, 1883

Bernardin de Saint-Pierre - Paul und Virginie und Die indische Hütte

Bernardin de Saint-Pierre - Paul und Virginie und Die indische Hütte





Als PDF, ePub, mobi und azw3 bei ngiyaw eBooks

Nach der Ausgabe: Bernardin de Saint-Pierre, Paul und Virginie und Die indische Hütte, Übersetzt von Karl Eitner, Verlag des Bibliographischen Instituts, Hildburghausen, 1866

Mittwoch, 26. April 2017

Friedrich Spielhagen - Problematische Naturen

Friedrich Spielhagen - Problematische Naturen



Die Friedrich Spielhagen-Tage bei ngiyaw eBooks 
ePubs von brucewelch

Mit "Problematische Naturen" erfuhr Spielhagen 1861/62 seinen großen Durchbruch, und etwa zwei Jahrzehnte lang gelangen ihm nun Werke, in denen das Publikum seine eigenen Fragestellungen wiederfinden konnte. Der Roman besteht aus zwei Abteilungen; die Fortsetzung "Durch Nacht zum Licht" (1862) ist in diesem e-book mit enthalten. Der Titel, nach einem Ausspruch Goethes, betrifft jenes "diffuse Zwielicht", das nach Kindlers Neuem Literaturlexikon "diesen ambivalenten Charakter [umspielt], der in der Agitation Größeres leistet als in der Aktion und dessen zerrissenes Handeln weit hinter seinen phantastischen Plänen zurückbleibt. Seine »problematische Natur« stellt sich ihm, wie auch den anderen »problematischen Naturen« des Romans, als unlösbare Lebens- und Zeitproblematik in den Weg. Dem Roman liegt eine kunstvoll verschachtelte Handlungsstruktur zugrunde. Fontane hob besonders die Kunst des Aufbaus wie die komplexe Komposition lobend hervor, kritisierte aber im gleichen Atemzug die »an Rücksichtslosigkeit grenzende Virtuosität« des Fabulierens." Der Naturalismus kritisierte seit den 1880er Jahren die Methode Spielhagens als "ausschweifenden Pseudorealismus". Jedoch hat sich noch 1910 der sozialistische Literaturkritiker Franz Mehring um eine Ehrenrettung Spielhagens bemüht und seine Verdienste hervorgehoben. In der Tat: vergleicht man heute "soziale Romane" des Naturalismus, so zeigt sich rasch, dass trotz unleugbarer Verhaftung in idealistischen Positionen, zu den Spielhagen sich übrigens offen bekannt hat, seine Romane vor allem besser geschrieben und um ein Vielfaches unterhaltsamer zu lesen sind. 
(brucewelch)

Dienstag, 25. April 2017

Friedrich Spielhagen - Auf der Düne

Friedrich Spielhagen - Auf der Düne



Die Friedrich Spielhagen-Tage bei ngiyaw eBooks 
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Dies ist nach "Clara Vere" die zweite Buchveröffentlichung von Friedrich Spielhagen; der Untertitel "Novelle" scheint bei einem im Original 272 Seiten umfassenden Text (das eBook zählt immerhin noch 208 Seiten) mehr der englischen Wortbedeutung zu entsprechen, wenn auch genügend Merkmale der klassischen Novellentheorie hier greifen. Der Autor versammelt für seine Versuchsanordnung eine Reihe von Personen diversester Provenienz auf einer Düneninsel (vermutlich in der Ostsee; die als S. abgekürzte Stadt dürfte Stralsund sein; Spielhagen ist an der Ostsee aufgewachsen) und betrachtet, wie sie aufeinander reagieren - ein moderner Ansatz. Die Hauptthemen sind Liebe, Ehe, Treue und passende Partnerschaften. Spielhagen mischt dabei Elemente des Briefromans mit auktorialem Erzählen und liefert am Ende noch eine hochdramatische Wende. (brucewelch)


(brucewelch)

Montag, 24. April 2017

Friedrich Spielhagen - Clara Vere

Friedrich Spielhagen - Clara Vere



Die Friedrich Spielhagen-Tage bei ngiyaw eBooks 
ePubs von brucewelch auch als PDF verfügbar

"Clara Vere", 1853 entstanden, 1857 erstveröffentlicht, ist Spielhagens Debüt-Publikation. Die Erstausgabe firmiert noch unter dem Gattungsbegriff "Novelle"; noch in den betreffenden Bänden der Werk-Ausgabe der 1880er-Jahre ist der Text in den ersten der beiden "Novellen"-Bände eingereiht; ab den 1890er-Jahren tragen dieselben Bände den Titel "Kleine Romane", was uns heute für das vorliegende Werk ebenfalls treffender erscheint.
Das Werk ist in der literarischen Faktur noch sehr rhetorisch; in der Erzählhaltung wird noch ziemlich herumprobiert - der objektive Konversations- und Deskriptionsstil der späteren großen Romane muss erst erarbeitet werden. Ton, Bildlichkeit und Szenarien sind von deutlichem Romantizismus bestimmt. Der in England spielende Text weist ferner zahlreiche Reminiszenzen an die englische Literatur auf, nicht zuletzt an Bulwer-Lytton's Romane (Lady Vere, Herzog Arlington, Helene Locksley wirken wie an "Ernest Maltravers" angelehnt); Reminiszenzen verweisen aber auch auf Tiecks schauspielernden "Jungen Tischlermeister". Das Ganze ist jedoch mit Natur-, besonders "Wald"gefühl angereichert. Dazu passt, dass das schlichte Bürgermädchen die anspruchsvolle High-Class-Lady einmal mehr um Längen schlägt ...
Weltanschaulich wirken die Forderungen des jungen Deutschland nach Wahrheit, Mitgefühl, Freiheit und Gleichheit beim jungen Spielhagen in oft noch sehr deklamatorischer Weise nach - verlassen hat er diesen 48er-Idealismus bis zu Ende nicht. - Ein Werk, das zeigt, dass dieser später außergewöhlich erfolgreiche Romandichter noch eine gewisse Lernstrecke vor sich hat, das aber auch äußerst anschauliche Szenen und überraschende Wendungen enthält, die auf Größeres hoffen lassen.

(brucewelch)

Sonntag, 23. April 2017

Carmen Sylva - Die Hexe





Als PDF, ePub, mobi und azw3 bei ngiyaw eBooks

Nach der Ausgabe: Carmen Sylva, Die Hexe, Zu der Statue von Carl Cauer, Verlag von Alexander Duncker, Berlin, 1882
Besonderen Dank an brucewelch für das ePub und die Nachkorrekturen, sowie an Silvia Irina Zimmermann für das Digitalisat aus Ihrer Privatsammlung.

Mittwoch, 19. April 2017

Henri Barbusse - Das Frühlicht

Henri Barbusse - Das Frühlicht




Als PDF, ePub, mobi und azw3 bei ngiyaw eBooks

Nach der Ausgabe: Henri Barbusse, Das Frühlicht, Europäische Bibliothek 1, Herausgegeben von René Schickele, Übersetzt von Leo von Meyenburg, Max Rascher A.-G. Verlag, Zürich, 1918

Dienstag, 18. April 2017

Henri Barbusse - Erste Novellen

Henri Barbusse - Erste Novellen



Als PDF, ePub, mobi und azw3 bei ngiyaw eBooks

Nach der Ausgabe: Henri Barbusse, Erste Novellen, Übersetzt von Andro L., E. P. Tal & Co. Verlag, Leipzig, Zürich, Wien, 1920

Sonntag, 16. April 2017

Friedrich Schiller - Der Venuswagen

Friedrich Schiller - Der Venuswagen

Lithographien von Lovis Corinth




Als PDF, ePub, mobi und azw3 bei ngiyaw eBooks
Nach der Ausgabe: Friedrich Schiller, Der Venuswagen, Ein Gedicht 1781, Lithographien von Lovis Corinth, Privatdruckt der Gurlitt-Presse

Freitag, 14. April 2017

Herbert George Wells - Der Luftkrieg

Herbert George Wells - Der Luftkrieg




Nach der Ausgabe:
H. G. Wells, Der Luftkrieg, Roman, Übersetzung von Gertrud J. Klett, Julius Hoffmann Verlag, Stuttgart, [o. J.].
Als PDF, ePub, mobi und azw3


The War In The Air, Der Luftkrieg, ist ein militärischer Science-Fiction-Roman von H. G. Wells, den er in nur vier Monaten, im Jahre 1907, geschrieben hatte und im Jahre 1908 im Pall Mall Magazine als Fortsetzungs-Roman erschienen war. Der Luftkrieg steht, wie viele Werke von Wells, für seine prophetischen Ideen: hier die Verwendung des Flugzeugs zum Zwecke der Kriegsführung und des Nahens des Ersten Weltkrieges. Der Held des Romans ist Bert Smallways, ein "zukunftsorientierter junger Mann". (Verwendete Quelle: The War In The Air)

Bei ngiyaw eBooks

Hermann Stehr - Der begrabene Gott

Hermann Stehr - Der begrabene Gott



Die Hermann Stehr-Woche bei ngiyaw eBooks 
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Der zum Frühwerk gehörende Roman "Der begrabene Gott", im Jahre 1905 im renommierten S.Fischer-Verlag publiziert, ist bereits 1898 entstanden. Bei seinem Erscheinen hatte das Werk eine buchstäblich überwältigende Wirkung auf die Zeitgenossen. "Hier ist etwas gemacht aus dem Dunkelsten und Tiefsten des Lebens. Unseres Lebens und des Lebens aller Kreaturen. Hier greift im Finstern eine riesige Hand, eine Schöpferhand, um das Ganze von drei Menschen herum und kommt dabei an die dumpfen Ketten, die alles Irdische aneinanderknüpfen, daß sie aufzucken wie Fühlend-Blutig-Lebendiges", schreibt etwa Hugo von Hofmannsthal nach der Lektüre in geradezu stammelnder Diktion, die gewiss nicht nur auf das Konto der impressionistischen Nervosität dieser Jahre zurückgeht. – So wie "Der Schindelmacher" Gerhart Hauptmanns "Fuhrmann Henschel" an die Seite zu stellen ist, kann der "Der begrabene Gott" als episches Gegenstück zu "Rose Bernd" betrachtet werden. Stehrs eigentümliche Innenschau ist in seinem bedeutendsten Roman verknüpft mit einem oft gnadenlosen, bisweilen gar zynischen Realismus, einer unerbittlichen Folgerichtigkeit des Geschehens und einem tiefschwarzen Fatalismus.

(brucewelch)

Samstag, 8. April 2017

Hermann Stehr - Die Krähen

Hermann Stehr - Die Krähen



Die Hermann Stehr-Woche bei ngiyaw eBooks 
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Das vorletzte ePub

Der Novellenband "Die Krähen" enthält neben der Titelnovelle noch die Erzählung "Gudnatz". Beide spiegeln gegensätzliche Nachkriegsschicksale. Der Band als Ganzes markiert bei Stehr eine Wende zum Politischen, gespeist aus dem Gefühl, nach dem Erfolgsroman "Der Heiligenhof" nun auch Verantwortung für Deutschland übernehmen zu müssen. Das Buch ist seinerzeit kein Erfolg geworden.
In einem Brief an den Literarhistoriker Philipp Witkop lobte damals Thomas Mann, der sich im Übrigen mit Stehrs Kunst nicht anfreunden konnte, die Titelnovelle: "Neulich las ich [...] "Die Krähen", die ich ausgezeichnet fand, - reiner Naturalismus noch, aber psychologisch sehr wahr und fein." (nach Lobe, Stefan: Wirkungsgeschichte Hermann Stehrs und seines Werkes. 1976)
(brucewelch)

Hermann Stehr - Auf Leben und Tod

Hermann Stehr - Auf Leben und Tod


Die Hermann Stehr-Woche bei ngiyaw eBooks
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Das fünfte ePub

"Auf Leben und Tod" ist Stehrs erste Buchveröffentlichung. Das Werk, das die beiden Novellen "Der Graveur" und "Meicke der Teufel" enthält, war bereits 1889, im Durchbruchsjahr des deutschen Naturalismus, fertig, bevor es lange Jahre später erst den Weg zum renommierten Fischer-Verlag fand. Stehr erwirbt mit seinem Erstling die Freundschaft Gerhart Hauptmanns und regt ihn damit zugleich zu seinem Drama "Fuhrmann Henschel" an. Freilich bringt ihm die Veröffentlichung der Novellen wegen angeblich persönlicher Beleidigung (ein Dorfgenosse glaubte sich porträtiert und verklagte Stehr) sowie „gotteslästerlichen, unmoralischen“ Inhalts einen Prozess ein, zu dem Gerhart Hauptmann ein vom Gericht allerdings nicht in Betracht gezogenes Gutachten verfertigt. Stehr erhält eine Geldstrafe, die ihn den gesamten Erlös seines ersten Buches kostet.
Die erste Novelle trägt den Untertitel "eine psychologische Monographie" und kennzeichnet den wissenschaftlichen Impetus naturalistischer Dichtkunst, aber ebenso die schon im ersten Werk auftretende Verlagerung der Perspektive in den seelischen Innenraum. Beide Novellen haben einen tragischen Charakter und werfen mitleidvolle, aber unbestechliche Blicke auf erbärmliche Zustände im ländlichen Schlesien in der zweiten Phase der Industrialisierung. So ist der Graveur in einer Glasfabrik beschäftigt, während Wenzel in der zweiten Novelle wegen eines Arbeitsunfalls in der Holzindustrie seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Wie auch im "Schindelmacher" oder im "Begrabenen Gott" kommt es zu machtvollen Show-downs.
Das Werk, 1924 erst in der dritten Auflage, ist wie das gesamte Frühwerk hinter dem Bestseller "Der Heiligenhof" unverdient in den Hintergrund geraten.
Ich habe es aus der Erstausgabe (Buchdeckel und Titelseite im ebook) eingelesen und darauf geachtet, dass gerade der typische Gebrauch der Satzzeichen (lange Gedankenstriche, Punkte-Häufungen in bestimmten Anzahlen etc.) 1:1 wiedergegeben wird. Die erste Novelle verzichtet noch auf den schlesischen Dialekt.
(brucewelch)

Donnerstag, 6. April 2017

Hermann Stehr - Das Mandelhaus

Hermann Stehr - Das Mandelhaus



Die Hermann Stehr-Woche bei ngiyaw eBooks
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Das vierte ePub

"Das Mandelhaus", 1913 zuerst unter dem Titel "Geschichten aus dem Mandelhause" erschienen, 1953 von Stehrs Schwiegersohn Wilhelm Meridies, aus dem Nachlass vervollständigt, unter diesem Titel erneut herausgegeben, ist nach des Autors Abwendung vom Naturalismus (ab 1909 mit "Drei Nächte") das zweite Werk seiner neuromantischen Phase. Das Verschmelzen von impressionistischer Technik und ruraler Stofflichkeit erhält hier zum ersten Mal jenen bei Stehr seltenen humorvollen Schimmer, der auf die Weibsteufel-Geplagtheit des versponnenen Dorfschneiders Eusebius Mandel ebenso fällt wie auf etliche kaum weniger verschrobene Figuren aus dem bäuerlichen Milieu. Ganz ernst dagegen nimmt der Erzähler die Seele des kleinen Amadeus, des Sohnes des verwitweten Mandelschneiders, und das Aufkeimen seiner künstlerischen Kreativität, die es inmitten beschränktester Bedingungen schwer genug hat.
(brucewelch)

Hermann Stehr - Meta Konegen

Hermann Stehr - Meta Konegen



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Das dritte ePub

Hermann Stehr verkörpert mit seinem beachtenswerten Frühwerk (1898-1905) eine besondere Spielart des Impressionismus, die den »Naturalismus des Innenlebens« stofflich mit Themen der Heimatkunstbewegung verknüpft. Für sein einziges Drama "Meta Konegen" (1904) gilt letzteres freilich nicht; vielmehr handelt es sich hierbei um ein Fallfrucht vom Baume Henrik Ibsen und ein im Wesentlichen dem zeitgenössischen Naturalismus verpflichtetes Werk, dessen Existenz sich wohl nicht zuletzt der Freundschaft des Dichters mit dem Landsmann und prominenten Dramatiker Gerhart Hauptmann verdankt.
Ein Breslauer Professor, 39 Jahre alt, hat sich mit seiner Familie in die schlesische Bergeinsamkeit zurückgezogen, um sich ganz seinem pädagogischen Reformwerk zu widmen; dabei vernachlässigt er in seinem realitätsflüchtigen Idealismus schon seit längerem sträflich seine attraktive 26jährige Frau Meta, deren Verlangen nach sensueller und sexueller Zuwendung von ihrem Mann lediglich als vazierende Triebhaftigkeit und vor allem als störend empfunden wird. Da gibt es jedoch noch einen sehr interessierten musikalischen Neffen Konegens, der gerade auf Besuch weilt; ferner lässt der ortsansässige Pfarrer die Sittlichkeit des Hauses Konegens durch dessen Dienstmädchen bespitzeln, weil die Kirche des Professors Reformpläne als atheistischen Angriff auf ihre Prädominanz in Sachen Erziehung deutet... So nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Das Drama spiegelt durchaus Stehrs persönliche Erlebnisse. Unter dem Eindruck des raschen Todes drei Kinder hatte er Befreiung in seiner Novelle "Das letzte Kind" (1903) gesucht, die dem Schulmeister wegen ihres undogmatischen religiösen Inhalts den Entzug des katholischen Religionsunterrichts eingebracht hatte.
Auf "Meta Konegen" hatte Stehr nach bisher fehlgeschlagenen Erwartungen auf den Publikumserfolg große Hoffnung gesetzt; die Aufführung 1905 wurde jedoch zum großen Fiasko - das Drama wurde kritisiert als kompositorisch fragwürdig, in den technischen Details unbeholfen, in der tragischen Verstrickung als unzureichend motiviert. Gewiss - auf dem Gebiet der dramatischen Kunst lag Stehrs Begabung eindeutig nicht. Liest man das Werk allerdings sozusagen als dialogisierte Novelle, kann man auch zu anderen Urteilen gelangen. Einblicke in das kulturelle und soziale Klima in einer der östlichen preußischen Provinzen gewährt es jedenfalls nahezu authentisch.
(brucewelch)

Dienstag, 4. April 2017

Hermann Stehr - Der Schindelmacher

Hermann Stehr - Der Schindelmacher


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Das zweite ePub
Hermann Stehr - Der Schindelmacher

Die Novelle "Der Schindelmacher" ist Hermann Stehrs bestes Werk. Erzählt wird ein King-Lear-Schicksal im ländlichen Milieu Schlesiens. Das Werk ist dem "Fuhrmann Henschel" (1898) von Gerhart Hauptmann in seiner tragischen Wucht wie in seiner literarhistorischen Bedeutung wertmäßig an die Seite zu stellen. Kein deutscher Erzähler hat die naturalistische Konkretion milieugerecht so authentisch erreicht wie Stehr mit dieser Novelle. Allerdings bleibt der "Naturalist des Innenlebens" nicht bei fotorealistischer Widerspiegelung stehen, sondern dringt tief ins Innere seiner Hauptfigur, die am Ende ein machtvolles Show-down liefert.
Lasst euch vom schlesischen Dialekt nicht abhalten! Das ebook, dessen Textbestand ich durch Einlesen der Erstausgabe erzielt habe, enthält am Schluss als Zugabe ein Wörterverzeichnis, das sehr hilfreich ist.
(brucewelch)

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Hermann Stehr - Leonore Griebel

Hermann Stehr - Leonore Griebel


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Den Anfang macht
Hermann Stehr - Leonore Griebel

Hermann Stehr verkörpert mit seinem beachtenswerten Frühwerk (1898-1905) eine besondere Spielart des Impressionismus, die den »Naturalismus des Innenlebens« stofflich mit Themen der Heimatkunstbewegung verknüpft. Dies bleibt auch Grundlage der Werke seiner neuromantischen (ab 1909) und »völkischen« (ab 1926) Phase, die nichts mit der »Blut-und-Boden«-Literatur zu tun haben, weshalb der Autor auch vom dogmatischen Nationalsozialismus abgelehnt wird, während der offizielle NS-Staat ihn gleichzeitig als repräsentativen Dichter feiert.

Mit seinem ersten Roman "Leonore Griebel" ist Stehr zweifellos am weitesten in die Moderne vorgestoßen; Alfred Kerr nannte ihn in seiner "Totentanz"-Rezension (1912) "ein dunkles Werk schlesischer Meisterschaft". Hier ist mit äußerster Konsequenz Stehrs mystischer Kosmos derart belebt, dass Dalis malerischer Surrealismus auf literarischer Ebene vorweggenommen scheint. Auch im Stoff trifft das Werk präzis die müde Dekadenz-Thematik der Fin-de-siècle-Zeit, wenn Leonore, letzter Sproß verarmten Adels, wie eine Pflanze vergeht. Die Hauptperson des Romans ist fast weniger Leonore als das Griebelsche Haus, das wie eine Person lebt und handelt und die Menschen beeinflusst und verändert. (nach Lobe, Stefan: Wirkungsgeschichte Hermann Stehrs und seines Werkes. 1976)
(brucewelch)

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Samstag, 1. April 2017

Theodor Griesinger - Die alte Brauerei

Theodor Griesinger - Die alte Brauerei



Vorrede.

Der geneigte Leser wird von diesem Buche, das ich hier dem Publikum übergebe, sagen, daß es weniger eine abgerundete, in sich vollendete Erzählung, als vielmehr eine Aneinanderreihung von Scenen, Skizzen, Betrachtungen und Ereignissen sei. Ich werde gegen diesen Vorwurf nichts einwenden, denn ich bezweckte weniger einen Roman, als eine Schilderung des offenen und geheimen Thuns und Treibens aller Schichten der amerikanischen Bevölkerung New-Yorks. Nur dagegen protestire ich, wenn mir Jemand sagen wollte, die Abenteuer, die in diesem Buche vorkommen, die Facta, die darin erzählt werden, seien fingirte, und – vielleicht nicht blos fingirte, sondern auch unwahrscheinliche und unmögliche. Ich sage vielmehr, es sind lauter erlebte, nicht von mir, aber von Andern erlebte Abenteuer, – Abenteuer und Facta über welche die öffentlichen Blätter, welche in den letzten zehn Jahren in New-York erschienen, den genauesten Aufschluß geben.
Ich wollte nicht Menschen schildern, wie sie sein sollen, sondern Menschen wie sie sind, ich wollte nicht Ideale, sondern Wirklichkeiten, ich wollte nicht Sentimentalitäten, sondern Thatsachen. Allerdings wird Mancher, der sich bisher das Amerikanerthum in dem rosenfarbenen Lichte der von den Beförderungsagenten und andern ähnlichen »Unbetheiligten« gemachten Schilderungen dachte, entweder gezwungen sein, mich einen Maler zu nennen, der zu grell auftrage – einige sehr wenige thaten dieß auch bei den »lebenden Bildern aus Amerika« obgleich die Wahrheit meiner Schilderungen eine bewiesene ist, und eben deßwegen auch nach und nach von Jedermann als solche anerkannt wird, – oder aber wird er sich darein ergeben müssen, daß der Nimbus des »freien Amerika« verschwinde, des Vorbilds aller Tugend und Glückseligkeit. »Die Wahrheit über Alles,« ist mein Grundsatz. Somit nahm ich keinen Anstand, die allgemeine moralische Fäulniß, welche sich des jetzigen »eingeborenen Yankeethums« bemächtigt hat, naturgetreu zu schildern; ich nahm keinen Anstand, die allgemeine Corruption offen darzulegen, welche aus der amerikanischen Nation eine Rotte von Schacherern machte, die jeden Augenblick bereit sind, die mit dem Blute ihrer Väter eroberte Freiheit an den Meistbietenden zu verkaufen!
So gehe denn in die Welt hinaus, du »Stück amerikanischen Lebens,« wie ich dich nennen möchte, und belehre und unterhalte zu gleicher Zeit. 

Stuttgart im März 1859.  Dr. Theodor Griesinger.

Nach der Ausgabe: Theodor Griesinger, Die alte Brauerei oder Criminalmysterien von New-York, nach dem Leben erzählt, Band I - III, Verlag von E. L. Kling, Tuttlingen, 1859

Auguste Maquet - Die schöne Gabriele

Auguste Maquet - Die schöne Gabriele Bei    ngiyaw eBooks Nach den Ausgaben: M. Auguste Maquet, Die schöne Gabriele, Fortsetzung...