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Felix Dörmann - Gelächter


Felix DörmannGelächter

Vorlage: Felix Dörmann, Gelächter, Gedichte, E. Pierson's Verlag, Dresden, Leipzig, Wien, 1895

Mit den Gedichten:

Erste Reihe. Ein Gewinde weißer Blüten, – Und als ich heute mit dir so ging, – Und spät, recht spät durchbrach die grauen Wände, – Weißt du noch? Dort auf sonniger Halde? – Du sollst die Arme um den Hals mir schlagen, – Was bist du heut' so finster und verschlossen? – Wohl – zu der wilden Herrlichkeit – In jenen Tagen, wo ich qualbeladen. – Um deine nackten Schultern laß mich breiten – Blaßgrüne Sterne glimmen, – Mattgelbe Flore deine Nacktheit hüten – – Und langsam hinter Dickicht und Tann' – Dein Blick ist fremd und kalt dein Kuß – – Und hastig schied ich aus der Freunde Kreis; – Verloschene Lampen und Kerzen, – Nur wenig Tage noch, dann ist's ein Jahr, – Bin zur Kirche hingegangen, – Ich hab' einen Zettel gefunden, – Die grauen Wolken jagen, – Das Wort wird spät gezimmert, – Vergessen ...... Vergessen – Was will denn das jauchzende – Erfüllt ist meiner Seele tiefstes Fleh'n, – Zweite Reihe. Die Thränen, die sich mir drängten – Vor kurzer Zeit noch wollt' ich mich ermorden. – – Daß ich dereinst, mein Kind, für dich gelitten, – Ich liebe deine zartbeflaumten Wangen – Man ändert sich – die liebesschwülen Phrasen, – Ich möchte dir ja wirklich gern erzählen – Jetzt stören keine Träume meinen Schlummer – Noch einmal ist mit unendlicher Macht – Dritte Reihe. Wie ein Schatten schwindet, gleitet, – Das war ein Sprießen und Weben, – An meiner Seele klang ein Lied vorbei – O laß in deinen Schoß mich flieh'n, – Und jeder sucht ferne dem andern – Ich zog durch Nacht und Elend – du bist rein. – Sie that soviel für mich, die arme Frau, – Die herbstlich fahle Welt umloht – Lautlos, – Das Feuer, das in deiner Seele sprüht, – Das letzte, blasse Glück der Unheilbaren, – Die weißen Flocken gleiten – Der Regenströme rauschen, – Kein Hauch des Lebens rötet ihr Gesicht, – Der Regen rieselt ..... Im grauen Licht – Ich liebe dich noch immer, schöne Frau, – Jagt mich empor, und sei's mit Rutenhieben, – Mit kranken Sinnen und verwelkten Nerven – Der Sturm, der mit brausenden Flügeln – Das Lied, das meine Seele sang, – Was könnt' ich dir, mein Freund, von mir erzählen; – Der keimende Frühling, die Dämmerung, – Ich weiß nicht, was ich dir schreiben soll, – Noch kann ich höhnen und hadern, – So süßer Anmut war dein Wesen voll, – Ach, seine Geschichte ist schnell erzählt – O süßes, tötliches Wandern – Ein rauher Wind aus Norden, – In einen kristallenen Becher – Hochragende Mauern, verwittert und kahl; – (Das Mädchen spricht:) – Hörst du das ferne Weinen? – Das Leben trat schreiend auf mich zu – Ich fuhr empor – an meines Lagers Rand – Und Not und Verzweiflung und Scham und Verlangen – Tiefe Unrast der Gedanken, – Und wenn ich frage, was mich dann und wann – Nun schloß um mich das Leben – Noch einmal wogt ein voller Orgelstrom – Ein Heimweh nach traumlosen Tiefen – Und wieder jenes Beben – Der Erste. – Und feinste lust und lichtes Glück verheißt – Leuchtender Erkenntnis Quellen – Vierte Reihe.In der heiligen Nacht. – Danse Serpentine. – Das Mädchen und die Lilien. – Pax. –

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Noch vor der Erstausgabe im Reclam Verlag in Westermanns Monatsheften erschienen.

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Aus: Westermanns Monatshefte, Bd. 41, (3. Folge, Bd. 9), Oktober 1876 bis März 1877)